Logo

DKMS Titel 180903

Zusammen gegen Blutkrebs

„Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Viele Patienten sind Kinder und Jugendliche, deren einzige Chance auf Heilung eine Stammzellspende ist. Doch jeder zehnte Patient findet keinen Spender.“ so erklärt es die DKMS auf ihrer Homepage.

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, 1991 von Dr. Peter Harf, der seine Frau an die Leukämie verlor, gegründet, hat es sich zur Aufgabe gemacht Blutkrebs zu besiegen indem sie möglichst viele Menschen dazu bringen, sich typisieren zu lassen, denn es ist unheimlich schwierig seinen genetischen Zwilling zu finden.

Aber genau den braucht es um das lebensrettende Knochenmark zu gewinnen. Der Spender muss nicht nur genetisch ideal sein, sondern auch zwischen 17 und 55 Jahren und mindestens 50 kg schwer. Auch diverse Krankheitsbilder können einen potenziellen Spender ausschließen.

Die DKMS hat sich auf die Typisierungen potenzieller Spender spezialisiert. Denn das ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt.

Auch für die vierjährige Mathilda war es bislang nicht möglich, einen geeigneten Spender zu finden. Ihr Blutkrebs ist zurück. Das Schicksal des kleinen Mädchens bewegt die Region im Emsland sehr, sodass viele Menschen das Bedürfnis verspüren zu helfen.

Um ihnen dies zu ermöglichen hat sich die DKMS mit vielen Freiwilligen zusammengeschlossen und Typisierungsaktionen im Emsland organisiert. Wer sich hier typisieren lässt kann aber nicht nur Mathilda helfen, sondern vielleicht auch einem anderen Blutkrebspatienten, denn die Daten werden gespeichert und je nach Bedarf abgerufen. So erhöht sich die Chance ein Lebensretter zu werden auf ein Vielfaches.

Auch die Pro Urban AG ist auf das Schicksal der kleinen Mathilda aufmerksam geworden. Sarah Schulte, Assistentin der Geschäftsführung, war es ein persönliches Anliegen hier Unterstützung zu leisten: „Ein paar meiner Bekannten haben einen Bezug zu Mathilda. Dadurch bin ich auf ihren Fall aufmerksam geworden und wollte helfen“.

Da es nicht allen Mitarbeitern der Pro Urban AG möglich war zu einem der Typisierungstermine in der Umgebung zu gehen, organisierte Sarah Schulte, zusammen mit der Geschäftsführung, eine eigene Typisierungsaktion in der Hauptverwaltung.

Wie zum Beispiel Sebastian Möller, Architekt bei der Plangruppe, der es als seine soziale Pflicht ansieht zu helfen, wenn er die Möglichkeit hat: „Wenn man helfen kann, sollte man dies auch tun.“ „ Es schadet mir nicht und es ist nicht aufwendig so einen Test zu machen“ erklärt Melina Brinkhaus, Auszubildende in der AG. Auch Tina Iremadze betont, dass es kaum einfacher sein könnte, einen Menschen zu retten als mit einer Knochenmarkspende.

Mit rund 30 neuen potenziellen Knochenmarkspendern und Lebensrettern aus dem eigenen Kollegium, die ihrem Aufruf gefolgt sind, hatte Sarah Schulte nicht gerechnet. Umso mehr freut sie sich, dass das Angebot so gut angenommen wurde und schaut mit Stolz auf die vielen Typisierungssets, die jetzt ihren Weg zur DKMS antreten.

Da die DKMS eine gemeinnützige Organisation ist, die auf Geldspenden angewiesen ist, übernimmt die Geschäftsführung der Pro Urban AG die Kosten für alle Typisierungen, die die Mitarbeiter und Kollegen in Meppen durchgeführt haben. Eine Typisierung kostet die DKMS rund 35 €. Die Pro Urban AG  rundet den errechneten Betrag jedoch auf 2.000 € auf, damit die DKMS auch weiterhin so tolle Arbeit leisten kann.

Das gesamte Team der Pro Urban AG wünscht Mathilda alles Gute und hofft mit ihr und ihrer Familie auf eine baldige Genesung.

Unterstützen Sie mit uns die DKMS, damit wir gemeinsam den Blutkrebs besiegen können.

Falls auch Sie sich als Stammzellenspender registrieren lassen wollen, können Sie unter www.dkms.de alle weiterführenden Informationen nachlesen und Ihr persönliches Typisierungsset bestellen.