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Unser Pflegeleitbild: Miteinander - Füreinander

1. Respekt und Wertschätzung

In unseren Seniorenzentren achten wir jeden Bewohner und jede Bewohnerin als wertvolle Persönlichkeit mit einer ganz individuellen Lebensgeschichte und Lebensführung, begegnen ihm bzw. ihr mit Wertschätzung und respektieren sein bzw. ihr Recht auf Privatsphäre.

2. Partner und Berater

Wir leisten unseren Bewohnern Hilfe zur Erhaltung, Wiederherstellung oder Anpassung eines erfüllten Lebens – fachlich und menschlich. Dabei setzen wir auf eine aktivierende und mobilisiersende Betreuung und Pflege, die Geist, Körper und Seele einbezieht. Wir nehmen auf die Interessen und Gefühle unserer Bewohner weitestgehend Rücksicht und ermutigen und fördern sie nach ihren Fähigkeiten. Unsere Bewohner sollen sich bei uns sicher, geborgen und verstanden fühlen und uns als Partner und Berater annehmen dürfen. Wir leben in unseren Seniorenzentren nach dem Motto: „Miteinander – Füreinander“.

3. Bedürfnisorientierte Pflege

Die Betreuung und Pflege in unseren Seniorenzentren basiert auf dem Strukturmodell. Handlungsleitend ist für uns die Strukturierte Informationssammlung (SIS) mit der Matrix zur Risikoeinschätzung, der Maßnahmenplanung und der Evaluation sowie mit Hinweisen zum Handlungsbedarf auf der betrieblichen Ebene (kurz Strukturmodell). Das Grundprinzip des Strukturmodells ist die entbürokratisierte Pflegedokumentation sowie die Konzentration auf die Perspektive der pflegebedürftigen Person.

Aus fachlicher Sicht haben folgende Aspekte dazu beigetragen sich für das Strukturmodell zu entscheiden:

  1. Stärkung und konsequente Beachtung von Individualität und Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen.

  2. Verständigung zu individuellen Leistungen und Wünschen sowie die Dokumentation dieses Konsenses.

  3. Anerkennung der Fachlichkeit der Pflegefachkräfte, aber auch das Erkennen von Schwachstellen und Schulungsbedarf.

  4. Begrenzung der schriftlichen Darstellung des Pflegeprozesses auf vier Schritte, ohne dabei wesentliche Aspekte der Qualitätsdarlegung zu vernachlässigen.

  5. Pflegerelevante biografische Informationen werden im Regelfall in der SIS und nicht auf einem Extrabogen erfasst.

  6. Verwendung einer systematisch strukturierten Informationssammlung (SIS) als Einstieg in den Pflegeprozess.

  7. Eine eigens entwickelte Matrix in der SIS dient der Erfassung und Dokumentation der häufigsten Risiken und Phänomene bei pflege- und hilfebedürftigen Menschen.

  8. Veränderter praktischer Umgang mit dem Berichteblatt durch den Fokus auf Abweichungen.

  9. Verstärkung der Bedeutung der Evaluation auf Grundlage der Beobachtung und der fachlichen Erkenntnisse.

Das Strukturmodell umfasst 6 Themenfelder:

1. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

2. Mobilität und Beweglichkeit

3. Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen

4. Selbstversorgung

5. Leben in sozialen Beziehungen

6. Wohnen/Häuslichkeit

Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Bedürfnisse bei unseren Bewohnern zu erkennen und sie im Sinne einer möglichst eigenständigen Lebensführung zu unterstützen und zu fördern. Die ärztliche Versorgung wird durch den jeweiligen Hausarzt oder durch niedergelassene Ärzte der Umgebung gewährleistet.

4. Wissen, Erfahrung und Motivation

Die Grundlagen, Bedeutung und der Umgang mit dem Strukturmodell sind allen pflegenden Mitarbeitern bekannt. Ihnen ist bewusst, dass sie Wissen, Erfahrung und ein hohes persönliches Interesse mitbringen müssen, um das Strukturmodell tagtäglich aufs Neue mit Leben zu erfüllen. Für ihre persönliche Weiterentwicklung nach neusten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen nutzen unsere Mitarbeiter interne und externe Fortbildungsangebote. Neben examinierten Pflegekräften und Altenpflegehelfern leisten auch ehrenamtlich tätige Menschen unter Anleitung der Fachkräfte einen großen Beitrag in unseren Seniorenzentren. Denn neben der zu dokumentierenden Pflegetätigkeit ist es oft die Zeit und die Zuwendung, die man einem Bewohner schenkt, die den Unterschied macht.

5. Transparenz und Qualitätssicherung

Durch eine gute Organisation mit regelmäßigen Teambesprechungen und klar geregelten Dienstübergaben sowie einer entsprechenden Pflegedokumentation (Einzelnachweise für Maßnahmen der Behandlungspflege und Fokussierung auf Abweichungen in der Routineversorgung) stellen wir sicher, dass alle für das Wohl unserer Bewohner relevanten Informationen weitergegeben werden. Die Qualität der Pflege und Betreuung sichern wir durch ein internes Qualitätsmanagement.

6. Mitten im Leben

Jeder Bewohner kann sich ganz nach seinen Bedürfnissen in seine Privatsphäre zurückziehen oder am Gemeinschaftsleben mit gemeinsamen Mahlzeiten und abwechslungsreichen Beschäftigungsangeboten teilnehmen. Dazu gehören Lesestunden, Seniorengymnastik, Singen und Musizieren, Heimatgeschichte, der gemeinsame Spaziergang auf den Wochenmarkt und vieles mehr. Lebendige Kommunikation zwischen Jung und Alt ist gewollt.

7. Da sein für Angehörige

Mit Angehörigen und anderen engen Bezugspersonen arbeiten wir eng zusammen. Dazu gehört auch das „Da sein“ in schwierigen Lebenssituationen wie in der letzten Phase des Lebens. Wir wollen bei Scherkranken und Sterbenden in Zusammenarbeit mit den Ärzten und Therapeuten Schmerzen bestmöglich lindern und unseren Bewohnerinnen und Bewohnern ein würdiges Sterben, möglichst im Kreise ihrer Angehörigen bzw. anderer enger Bezugspersonen, ermöglichen.

Dieses Leitbild zu verwirklichen, ist unsere tägliche Verpflichtung.